Krisenvorsorge „Prepping“

Meldungen überschlagen sich - plötzlich passiert alles ganz schnell - völlig unvorbereitet stehst Du mit Deiner Familie in einer Krisensituation... 
Stromausfall! Überschwemmung! Industrielles Unglück!
Die Liste potentieller Gefahren-/Ausnahmesituationen ist lang und haben eins gemeinsam: sie werfen Dich aus der gewohnten Bahn und bedürfen sofortiges, richtiges Handeln um negative Auswirkungen zu verhindern!


Im günstigsten Falle rücken die Menschen in so einer Situation alle zusammen und helfen einander – was uns die meisten Bewohner in den neuen Bundesländern während den Jahrhundert Hochfluten eindrucksvoll bewiesen haben.

Doch die Realität lehrt uns leider oft bitter das Gegenteil. Jeder kennt diese Meldungen aus den Nachrichten, dem Internet und aus den sozialen Netzwerken: Umwelt- und Naturkatastrophen, Stromausfälle, Kriegerische Auseinandersetzungen, Terroranschläge, Bürgeraufstände und Krawalle sowie Wirtschafts- Finanz- und Regierungskrisen.

Was aber hat das jetzt alles mit mir zu tun?


...werden sich viele fragen – und das ist der erste positive Schritt in die richtige Richtung: fragen! Nicht nur am anderen Ende der Welt passieren Dinge, die unser Leben direkt oder indirekt beeinflussen, sondern auch hier in Deutschland sind viele Szenarien möglich und teilweise eingetroffen. Ich erinnere dort z.B.:

  • An die bereits oben erwähnten verschiedenen Jahrhundertfluten in Deutschland und seinen Nachbarländern.
  • An das Stromchaos 2005 im Münsterland, wo die Menschen teilweise 5 Tage ohne Strom waren.
  • Diverse Industrie- und Chemieunfälle 
  • An das Gewaltpotenzial von Menschenmassen, wenn diese ein Ziel verfolgen – siehe diverse Demonstrationen oder Aufstände.
  • Die Menschen in New Orleans hätten vermutlich nie geglaubt, das Sie eines Tages mehrere Tage in dieser Stadt festsitzen und auf sich alleine gestellt sind.
  • Die Amerikanische Katastrophenschutz Behörde, die FEMA sowie die örtlichen Behörden haben massive Fehler gemacht, mit denen nie jemand in diesem Ausmaße gerechnet hätte.
  • In der Ost-Ukraine hätte bis vor zwei Jahren niemand aus der Bevölkerung daran geglaubt, dass dort Krieg herrscht.
  • Atomunfälle wie in Tschernobyl und Fuskushima

Die Welt befindet sich in sehr Chaotischen Zeiten und sich schnell ändernden Situationen. Es sollte der eigenen Sicherheit und die der Familie zuliebe, nicht leichtfertig mit dem Thema der Krisenvorsorge umgegangen werden.

Dennoch ist es wichtig nicht "schwarz" zu malen, sondern sachlich und mit Köpfchen an die Sache heran zu gehen.

Womit aber solltest Du Dich jetzt eingehend beschäftigen?


Zunächst einmal solltest Du Dir überlegen, wie das Thema der Krisenvorsorge für Dich relevant ist und in welchem Umfang? Lebst Du z.B.:

  • Auf dem Land und hast Deinen eigenen Gemüsegarten, ein paar Hühner, vielleicht noch anderes Vieh und Landwirtschaft, einen See oder Bach in der Nähe in dem Fische schwimmen, dann solltest Du Dir eher um Sicherheit und Gefahrenabwehr als um Notvorräte Gedanken machen.
  • Lebst Du allerdings in der Stadt und Deine Vorratskammer ist der Supermarkt und Deine Wasserquelle der örtliche Getränkemarkt und Dein Wasserhahn – dann solltest Du Dir unbedingt Gedanken machen – was wäre wenn...!

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe und das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft geben den deutlichen Ratschlag an die Bevölkerung aus, mindestens für 14 Tage im Krisenfall vorzusorgen. Die entsprechenden Links findest Du weiter unten.

Was heißt das aber nun genau?


Nachdem Dir klar geworden ist, das in Deinem Vorratsschrank nur wenig dauerhaftes vorhanden ist, hast Du schnell erkannt dass dies niemals für 14 Tage reichen wird. Was nun? Zunächst empfehle ich Dir die Seiten des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft sowie die des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (siehe unten) zu lesen. Danach solltest Du eine Inventur vornehmen. Was befindet sich unabhängig von der Lebensmittelbevorratung alles in Deinem Besitz, um möglichst autark von Deiner Umwelt zu recht zu kommen?

Dazu gehören Dinge wie vor allem Wasser in ausreichender Menge (mind. 14 L/Person pro Woche), Nahrung (denke auch an Babys, Diabetiker, Haustiere – diese haben spezielle Bedürfnisse bei der Ernährung)und z.B. Leuchtmittel wie z.B. Kerzen und Taschenlampen.

  • Hast Du genügend Batterien?
  • Wie sieht es mit kochen aus? Hast Du einen Campingkocher?
  • Die passenden Kartuschen in ausreichender Zahl?
  • Hast Du genügend Medikamente?
  • Wie sieht es mit Hygieneartikeln aus?
  • Was ist wenn ich auf das Klo muss- ohne fließendes Wasser?
  • Wie erfahre ich was draußen vor sich geht – habe ich ein Kurbel-Radio?
  • Wie sieht es mit Selbstschutz aus? 
  • Fragen über Fragen....!

Du siehst, es ist ein sehr umfangreiches Thema, welches nicht mal eben zwischen Tür und Angel abgehakt werden kann. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe und das Bundesministerium des Inneren hat einen Ratgeber herausgegeben „ Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen“, den ich Dir hiermit sehr ans Herz legen möchte. Darin werden Dir sehr viele Fragen beantwortet und Du erhältst viele wertvolle Tipps  und eine Checkliste, die Dir helfen wird, Dich und Deine Familie gut auf fast alles vorzubereiten.

Zu beziehen unter:
www.bevoelkerungsschutz-portal.de

Ebenso lege ich Dir sämtliche Informationen nahe, die Du auf der Webseite des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe bekommen kannst unter:
www.bbk.bund.de

Lebensmittelbevorratung, Pflege und Ernährungsfürsorge vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft:
www.ernaehrungsvorsorge.de

Wenn Dich das Thema interessiert, würde ich mich sehr freuen, Dich in einem meiner Vorträge über Krisenvorsorge und Prepping begrüßen zu dürfen!