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Feuer im Wald

Jeder, der Bushcraft und Survivaltechniken in der Natur ausübt oder trainieren möchte, ist verständlicherweise sehr am Feuer machen interessiert. Ein Feuer zu entzünden hat etwas urzeitliches und ist eine Grundtechnik, die jeder als Bushcrafter beherrschen sollte und die auch in uns verwurzelt ist. Feuer bedeutet für uns Wärme, Licht und Schutz und zu guter Letzt die Möglichkeit Nahrung zuzubereiten und Wasser trinkbar zu machen. Seine Nebenprodukte wie Asche und Kohle können wir u.a. als Zahnpasta, Filterelement für provisorische Wasserfilter sowie als Not-Arzneiersatz bei Pflanzenvergiftung verwenden. Dazu kommt, das ein Feuer in der Natur für uns rein psychologisch auch Schutz und Hoffnung bedeutet. Jeder, der schon einmal nach Einbruch der Dunkelheit vielleicht sogar bei Regen oder Schneetreiben unter seinem Tarp oder Shelter gesessen ist, kennt dieses mollig warme Gefühl und diese Zufriedenheit, wenn das Essen vor sich hin brutzelt, der Tee kocht und die Glut knackt.

Ohne Feuer würden wir uns einsamer, kälter und verlorener fühlen.

Das Wissen über Feuer und dieses zu entzünden ist vielseitig und den Menschen in unserer heutigen hochtechnisierten und schnelllebigen Welt oft nicht mehr bewusst oder verkümmert. Dabei sollte dies zum Grundwissen gehören, ebenso wie die Gefahren die ein Feuer mit sich bringen kann. Gerade im Sommer besteht eine erhöhte Waldbrandgefahr im gesamten Bundesgebiet Es sollte im Interesse von einem selbst und aus Liebe zur Natur selbstverständlich sein, unsere Wälder, die nicht mehr wirklich eine Wildnis sind, durch einen sicheren und verantwortungsbewussten Umgang mit Feuer zu schützen.

Grundsätzlich gilt: offenes Feuer im Wald ist in Deutschland verboten!

Dies ist gesetzlich geregelt in den Landeswald- und Landesnaturschutzgesetzen der einzelnen Bundesländer, die jeder für sein Gebiet einmal näher zu rate ziehen sollte.

Wie aber definiere ich das für mich? Was kann ich mir unter der generellen Aussage „Feuer im Wald ist verboten“ vorstellen?

Nun, der Wald ist Bundesweit einheitlich definiert.

Die gesetzliche Definition beinhaltet alle mit Bäumen besiedelte Flächen (Wälder). Auch die Baumgruppen und Parks in bewohnten Gegenden, Heiden, offene Flächen mit einzelnen Baumgruppen, Feld und Flur, Wiesen und Uferzonen bzw. Uferbereiche von Flüssen, Bächen und Seen ist das Feuer machen mit „offener Flamme“ verboten.

„Offene Flamme“ - das beinhaltet jede Art von Grill- und Lagerfeuer, Grubenfeuer, Hobo-Gas-Spiritus-Benzin-Brennstoffkocher – sowie sonst jede denkbare offene Flamme wie Kerzen, Fackeln Streichhölzer, Feuerzeuge usw.!

Zigaretten sind prinzipiell nicht direkt verboten, allerdings gilt auch hier eine gesetzliche Bestimmung: vom 01.03 bis zum 31.10 eines Jahres ist das Rauchen in Wäldern verboten.

Wer dagegen verstößt, wird je nach Bundesland und schwere des Verstoßes entweder verwarnt, mit einem Bußgeld oder im schlimmsten Fall sogar mit einer Freiheitsstrafe belegt.

Daher überlege Dir immer sehr gut und wäge ab, ob das was Du vor hast nötig, sinnvoll und sicher ist! Sei Dir der Verantwortung bewußt! Um aber wenigstens jetzt nicht ganz deprimiert aufzugeben, rate ich Dir folgendes:

Suche Dir eine offizielle Feuerstelle, die gibt es überall in Deutschland als Feuerhütte oder Feuerplatz im Wald, Heide und Flur oder an Ufern. Dort kannst Du ungestört Feuer machen.

Alternativ kannst Du auch bei der örtlichen Forstbehörde versuchen, eine Genehmigung für einen oder sogar mehrere Tage zu beantragen. Die Chance eine Genehmigung zu bekommen hängt von sehr vielen Faktoren ab. Da sei als erstens die aktuelle Waldbrandgefahr genannt, der persönlicher Eindruck sowie der Ort wo Du Dein Feuer errichten möchtest und die Art und Weise wie Du Dein Feuer betreiben willst. Dass es klein und sicher sein sollte versteht sich von selbst. Passt alles zusammen stehen die Chancen eigentlich ganz gut. Forstämter oder Forstbehörden findest Du im Netz oder Du fragst in Deiner Gemeinde nach.

Ich hoffe, das hilft Dir ein wenig weiter und ich wünsche Dir viel Spaß und Freude in der Natur!